Wind im Wohnmobil – Tipps bei Sturm und Küstenwind
Starker Wind im Wohnmobil? Erfahrungen aus Holland, ehrliche Tipps zu Markise, Zubehör und Alltag bei Sturm am Meer.

Wind im Wohnmobil – Wenn Holland mal wieder pustet
Wenn „bisschen windig“ zur Charakterfrage wird
Wir lieben Holland. Besonders im Winter.
Direkt am Meer stehen, Blick aufs Wasser, die Luft salzig, der Kopf frei. Und dann dieser Wind. Wobei „Wind“ eigentlich nicht passt. Was bei uns zu Hause eine Sturmwarnung wäre, nennt man in den Niederlanden ganz entspannt „heute etwas frischer“.
Man steht da also mit seinem Wohnmobil. In unserem Fall kein zartes Leichtgewicht, sondern ein gut 15 Tonnen schweres Zuhause auf sechs Rädern. Sauber abgestützt, alles korrekt. Und trotzdem bewegt sich das Ganze wie ein Schiff bei Windstärke 10. Nicht gefährlich – aber eindrücklich. Und ein guter Reminder, wer hier draussen wirklich das Sagen hat.
Hundekino Deluxe an der Frontscheibe
Während wir drinnen gelassen den nächsten Espresso machen, läuft vorne grosses Kino.
Loui und Gino sitzen an der Frontscheibe, schauen raus und geniessen das Spektakel:
Vögel fliegen quer, Radfahrer kämpfen tapfer gegen den Wind, irgendwo flattert ein Vorzelt wie eine Fahne im Sturm. Action, Drama, Abenteuer. Eigentlich fehlt nur noch Popcorn. Für die Hunde ist das hier Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Die Markise – ein Drama in drei Akten
Markise und Wind sind keine Freunde. Noch nie gewesen.
Eher so eine Beziehung, die regelmässig mit verbogenem Gestänge und einer ordentlichen Portion Fluchen endet.
Unser Grundsatz ist simpel:
Was sich einfahren lässt, wird eingefahren. Und zwar lieber einmal zu früh als einmal zu spät.
Auch an scheinbar harmlosen Sommertagen gilt:
Markise sichern, abspannen, und immer so, dass man sie notfalls schnell reinholen kann. Denn Wind kommt selten mit Vorwarnung. Meist genau dann, wenn das Fleisch auf dem Grill liegt.
Wir nutzen seit Jahren Zubehör von Peggy Peg. Robust, durchdacht, einfach zu handhaben.
Und nein – das ist keine Werbung. Wir finden es einfach praktisch. Punkt.
Satellitenschüssel und andere flugfähige Objekte
Unser Parabolspiegel ist fix auf dem Dach montiert. Selbst Windstärke „Was zur Hölle war das?“ bringt ihn nicht aus der Ruhe.
Wer jedoch noch mit freistehenden Sat-Schüsseln unterwegs ist, sollte wissen:
Der Wind interessiert sich nicht für deine Lieblingsserie. Und fliegende Satellitenschüsseln sind selten Teil eines guten Campingabends.
Unterschätzte Wind-Fallen aus dem Camper-Alltag
Ein paar Klassiker, die man erst ernst nimmt, wenn man sie einmal erlebt hat:
- Dachluken offen
→ Spontane Durchlüftung inklusive umherfliegender Servietten. - Leichtbau-Möbel draussen
→ Entwickeln bei Wind gerne ein Eigenleben. Manchmal endet das beim Nachbarn. - Hundedecken & Spielzeug
→ Loui und Gino bleiben entspannt. Wir holen die Sachen aber ungern vom nächsten Stellplatz zurück. - Wäscheleinen
→ Deine Socken könnten bereits auf dem Weg Richtung Zeeland sein. - Grill bei starkem Wind
→ Entweder geht er aus oder wird zur Föhnkanone. In beiden Fällen: gut sichern.
Persönlicher Einschub
Wir haben gelernt, Wind nicht zu unterschätzen – aber auch nicht zu verteufeln.
Wer vorbereitet ist, ruhig bleibt und sein Setup kennt, kommt mit fast allem klar. Und ehrlich gesagt: Diese Tage bleiben oft länger in Erinnerung als die perfekten, windstillen Abende.
Fazit: Wind ist kein Gegner – aber auch kein Spielzeug
Camping bedeutet Freiheit. Aber eben auch, mit der Natur zu leben.
Und der Wind gehört dazu. Mal sanft, mal laut, mal ziemlich respektlos.
Wer ihn ernst nimmt, vorbereitet ist und nicht leichtsinnig wird, hat selten echte Probleme.
Und wenn das Wohnmobil doch mal wackelt?
Dann gilt:
Tee aufsetzen, Hundekino einschalten, Markise drin lassen – und abwarten, bis Holland wieder durchgepustet ist.
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