20.Juni 2025

Camping Schlosshof Lana – warum wir nicht wiederkommen

Camping Schlosshof in Lana überzeugt optisch, doch die Atmosphäre liess uns nicht willkommen fühlen. Warum wir nicht zurückkehren, lesen Sie hier.

Warum wir den Camping Schlosshof kein zweites Mal besuchen werden

Südtirol weckt Erwartungen. Sonne auf der Haut, Berge im Blick, ein Glas Wein am Abend und dieses entspannte Gefühl, dass das Leben hier ein bisschen langsamer tickt. Genau das haben wir gesucht – und auf den ersten Blick auch gefunden. Der Camping Schlosshof in Lana ist gepflegt, schön angelegt und modern. Die Sanitäranlagen sind sauber, das Restaurant ansprechend, die Küche gut. Alles wirkt durchdacht und hochwertig. Eigentlich ein Ort, an dem man gern bleibt.

Eigentlich.

Denn manchmal kippt ein Eindruck schneller, als man denkt. Und zwar nicht wegen eines kaputten Wasserhahns oder eines schiefen Stellplatzes, sondern wegen eines einzigen Moments.

Schon beim ersten Kontakt im Restaurant, bei einer ganz normalen Begrüssung, fiel ein Satz, der uns sofort aus der Urlaubsstimmung geholt hat:
„Der Kunde ist König – aber ich bin der Kaiser.“

Vielleicht war es als Witz gemeint. Vielleicht ironisch. Vielleicht einfach so dahingesagt. Aber Worte bleiben hängen. Und dieser Satz hat etwas ausgelöst, das sich nicht mehr richtig einfangen liess. Dieses leise Gefühl, nicht wirklich willkommen zu sein.

Versteh uns nicht falsch: Gastgeber dürfen Charakter haben. Sie dürfen Ecken und Kanten zeigen, eine klare Haltung vertreten und auch mal deutlich sein. Das ist völlig in Ordnung. Aber es gibt einen Unterschied zwischen selbstbewusst und überheblich. Zwischen Präsenz zeigen und Gäste spüren lassen, wer hier „das Sagen“ hat.

Und genau da wurde es für uns unangenehm.

Ein Campingplatz kann noch so schön sein, noch so modern, noch so perfekt organisiert – wenn die zwischenmenschliche Ebene nicht stimmt, verliert der Ort an Wärme. Man sitzt dann zwar auf einer schönen Terrasse, fühlt sich aber innerlich fehl am Platz. Wie ein Gast auf Zeit, der besser nicht zu viel fragt und möglichst wenig auffällt.

Das ist schade. Denn objektiv betrachtet ist der Schlosshof ein guter Platz. Einer, den man weiterempfehlen könnte. Aber Reisen ist mehr als Infrastruktur. Mehr als Design, mehr als perfekte Sanitäranlagen. Es geht um Atmosphäre. Um das Gefühl, willkommen zu sein – ohne Vorbehalt.

Wir sind dann doch lieber dort unterwegs, wo man als Mensch wahrgenommen wird. Wo ein Lächeln nicht einstudiert wirkt. Wo man ankommt, durchatmet und merkt: Hier darf ich einfach sein. Auf Reisen. Mit all dem, was dazugehört.

Unser Fazit:
Camping Schlosshof? Für uns nein, danke. Nicht aus Ärger, nicht aus Prinzip, sondern aus Bauchgefühl. Es gibt viele schöne Plätze. Aber nur wenige, die Schönheit mit Herzlichkeit verbinden. Und genau diese Plätze passen zu uns.

Wenn du selbst schon einmal an einem Ort warst, der perfekt aussah, sich aber trotzdem nicht gut angefühlt hat, dann weisst du, was wir meinen. Manchmal ist die innere Haltung wichtiger als der äussere Glanz. Und genau das entscheidet am Ende, ob man wiederkommt – oder eben nicht.

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