Mautsysteme für Wohnmobile über 3,5 t in Europa – einfach erklärt
Welche Mautsysteme brauchst du mit dem Wohnmobil über 3,5 t in Europa? Schweiz, Österreich, Italien & mehr – ehrlich, praxisnah und unCampliziert erklärt.

Mautsysteme in Europa – braucht man das oder nicht?
Du rollst mit deinem fahrenden Loft durch Europas schönste Kurven. Kaffee griffbereit, Aussicht Postkartenmaterial. Und dann dieses Schild: Mautpflichtig ab hier.
Kurz innehalten. Leises Fluchen. Kennen wir.
Wenn du mit einem Wohnmobil über 3,5 t unterwegs bist, kommst du um das Thema Maut nicht herum. Aber keine Sorge – das Ganze ist halb so wild, wenn man weiss, was wo gilt. Wir bringen Ordnung in den Mautdschungel. Ruhig, ehrlich und natürlich unCampliziert.
🇨🇭 Schweiz – PSVA statt Vignette
In der Schweiz gilt für Wohnmobile über 3,5 t keine Vignette, sondern die Pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA).
Sie ist verpflichtend – egal ob Autobahn, Passstrasse oder Dorfdurchfahrt.
Du kannst wählen zwischen Tages-, Monats- oder Jahrespauschalen. Besonders beliebt ist der 10-Tages-Pass (CHF 32.50), der nicht zusammenhängend genutzt werden darf. Ideal für Transit oder kurze Aufenthalte.
👉 Buchung online über die Eidgenössische Zollverwaltung
(PSVA ≠ LSVA – Letztere betrifft nur gewerblich genutzte Fahrzeuge)
Kurz gesagt: Ja, brauchst du. Ohne Diskussion.
🇦🇹 Österreich – GO-Box für die Grossen
In Österreich brauchst du mit über 3,5 t zwingend die GO-Box.
Sie misst die gefahrenen Kilometer und rechnet nach Achszahl und Emissionsklasse ab.
Wichtig:
- CO₂-Nachweis bereithalten
- Box vor Einreise besorgen oder direkt an der Grenze
- Sondermauten (z. B. Brenner) kommen zusätzlich dazu
Fazit: Pflicht. Ohne Box wird’s teuer – und unentspannt.
🇫🇷 Frankreich – Schranken, Tickets und Piepsen
Frankreich liebt Mautstationen. Gezahlt wird fast überall auf Autobahnen – je nach Höhe, Achsen und Gewicht. Wohnmobile über 3,5 t landen oft in der LKW-Kategorie.
Unser Tipp: Télépéage
Mit einem Badge (z. B. von Bip&Go) fährst du einfach durch. Kein Ticketziehen, kein Kartenfummeln, kein Stau an der Schranke.
Braucht man’s?
Nicht zwingend – aber wer’s einmal hatte, will nie mehr ohne.
🇮🇹 Italien – Pedaggio mit System
Italienische Autobahnen sind fast flächendeckend mautpflichtig. Zahlen kannst du klassisch oder mit Telepass.
Telepass lohnt sich besonders:
- bei längeren Strecken
- bei häufigen Italienreisen
- für alle, die an Schranken ruhig bleiben wollen
Realistisch: Kein Muss, aber sehr angenehm.
🇪🇸 Spanien – weniger Maut, aber nicht null
Spanien hat viele mautfreie Strecken – aber eben nicht alle. Auf privaten Autopistas brauchst du entweder Geduld oder ein elektronisches System wie VIA-T.
Unser Eindruck:
Für Durchreise ok ohne Box. Für längere Strecken oder Zeitdruck: VIA-T macht Sinn.
🇵🇹 Portugal – Kamera statt Kassierer
Portugal setzt fast komplett auf elektronische Maut. Keine Schranken, keine Tickets – nur Kameras.
Zwei Optionen:
- Via Verde – die sichere Allround-Lösung
- EasyToll – ok für Kurztrips, aber nicht überall gültig
Ehrlich: Wenn Portugal auf dem Plan steht, nimm Via Verde.
🌍 Europaweit unterwegs? Eine Box statt fünf
Wenn du keine Lust auf fünf Boxen, drei Apps und zehn Logins hast, gibt’s Kombilösungen:
✅ Tolltickets
- Eine OBU für viele Länder
- Zentrale Abrechnung
- Ideal für lange Reisen
✅ Maut1
- Besonders beliebt bei Campern
- Einfache Bestellung
- Transparente Kosten
- Genau das, was wir seit Jahren nutzen
🧭 Und der Rest Europas?
Kurz und ehrlich:
- Polen: e-TOLL
- Tschechien: Myto
- Slowenien: DarsGo
- Ungarn: E-Vignette
- Deutschland: aktuell keine Maut für private Wohnmobile (ja, wirklich)
Fazit – Wissen spart Nerven
Braucht man Mautsysteme?
Ja – je nach Land zwingend.
Und manchmal nicht zwingend, aber sehr empfehlenswert.
Wer vorbereitet losfährt, erlebt an der Mautstelle keine Überraschungen. Sondern fährt einfach weiter.
So, wie Reisen sein soll.
Wir sind seit Jahren mit Maut1 unterwegs – ruhig, zuverlässig und ohne Drama an der Schranke.
Wenn du unsicher bist, welche Lösung zu deiner Route passt, meld dich.
Wir helfen dir gern beim Entwirren. Oder besser gesagt: beim unCamplizieren 🚐💨
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