Warum Sauberkeit freie Stellplätze rettet
Warum Stellplätze verschwinden und was Sauberkeit damit zu tun hat. Ehrlich, praxisnah und unCampliziert – aus dem Wohnmobil-Alltag.

Immer sauber bleiben – warum Sauberkeit der Schlüssel zu freien Stellplätzen ist
Einleitung
Noch vor ein paar Jahren hatten wir ihn: unseren Platz. Unspektakulär, kein Instagram-Hotspot, kein Schnickschnack. Ein Parkplatz direkt am Sempachersee, ein paar Kilometer von zuhause entfernt – und für uns genau richtig.
Treffen mit Freunden, Fondue im Schnee, Weisswein mit roten Nasen. Im Herbst die letzten Sonnenstrahlen am Wasser, im Frühling ein Spaziergang ins Städtli. Manchmal war es einfach nur der erste Halt nach einem langen Arbeitstag, um kurz tief durchzuatmen und gedanklich umzuschalten: unterwegs sein.
Heute? Gesperrt. Verboten. Geschichte.
1. Warum Lieblingsplätze verschwinden
Die ehrliche Antwort ist unbequem – aber nötig.
Ein paar wenige haben nicht verstanden, dass Freiheit Verantwortung braucht. Wohnmobile ohne Toilette, ohne Müllkonzept, dafür mit deutlichen Spuren im Gebüsch. Was für uns Erholung war, wurde für die Gemeinde zur Zumutung: Müllsäcke im Grünen, Klopapier am Ufer, Gerüche, über die man lieber schweigt.
Corona hat das Ganze beschleunigt: mehr Camper, weniger Verständnis, noch weniger Rücksicht. Und ganz ehrlich – hätten wir in der Verwaltung gesessen, wir hätten vermutlich gleich entschieden. Wenn Sauberkeit nicht mehr selbstverständlich ist, bleibt nur Kontrolle.
2. Freiheit ist kein Recht, sondern ein Privileg
Freistehen. Die Seele baumeln lassen. Ein paar Stunden Natur.
Das ist kein Anspruch – das ist ein Privileg. Und Privilegien wollen gepflegt werden. Nicht mit Moralkeule, sondern mit gesundem Menschenverstand:
- Eigene Toilette nutzen (und nicht den nächstbesten Busch).
- Müll wieder mitnehmen, auch wenn der nächste Eimer erst fünf Kilometer weiter kommt.
- Respekt zeigen – gegenüber Anwohnern, Gemeinden und anderen Reisenden.
So einfach. Und doch so entscheidend.
3. Was wir im Alltag konkret tun können
Ob Liner oder Kastenwagen – wir alle hinterlassen Spuren. Die Frage ist nur: Reifenspuren oder Schandflecken?
Praxisnah und unCampliziert heisst das für uns:
- Vor dem Halt kurz überlegen, ob der Platz das überhaupt verkraftet.
- Lieber einmal weiterfahren, als einen Ort dauerhaft kaputt zu machen.
- Regeln respektieren – auch wenn sie nicht gefallen.
Wer Orientierung sucht, findet sie bei neutralen Stellen wie dem TCS (tcs.ch) oder offiziellen Gemeinde-Hinweisen auf admin.ch. Keine Werbung, einfach klare Spielregeln.
Persönlicher Einschub
Wir vermissen unseren Platz am See. Sehr sogar. Aber wir verstehen auch, warum er weg ist. Diese Ehrlichkeit tut weh – hilft aber, das grosse Ganze zu sehen. Freiheit auf Rädern funktioniert nur, wenn wir uns selbst im Griff haben. Nicht, weil jemand zuschaut, sondern weil wir wissen, was auf dem Spiel steht.
Fazit
Lieblingsplätze verschwinden nicht aus Bosheit. Sie verschwinden, weil Rücksicht fehlt.
Sauberkeit ist kein Luxus. Sie ist die Eintrittskarte zur Freiheit.
Wenn wir wollen, dass unsere Kinder – oder wir selbst – auch morgen noch spontan am See stehen dürfen, dann beginnt das ganz banal: mit Anstand, mit Respekt und mit einem Müllsack mehr im Stauraum. UnCampliziert eben.
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